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Natur- und Geopark Mëllerdall

Faszination Fels

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Willkommen im Natur- UND Geopark Mëllerdall

Das vielfältige, einzigartige geologische Erbe aus imposanten Sandsteinfelsen mit engen Spalten und tiefen Schluchten machen die Region zu etwas ganz Besonderem. Daher ist der 2016 gegründete Naturpark zusätzlich Geopark, um die faszinierende Geologie der Region in den Fokus zu rücken. Die Kombination aus Natur- und Geopark spricht für die besondere Bedeutung und Schutzwürdigkeit der Landschaft, die für nachfolgende Generationen erhalten werden soll. Die verschiedenen Aspekte der Natur wie Pflanzen, Tiere, Gestein und Wasser sowie ihre Nutzung durch den Menschen werden hier zusammengeführt. Der Natur- und Geopark Mëllerdall liegt im Osten des Großherzogtums, an der Grenze zu Deutschland, und umfasst eine Fläche von 256 km² mit rund 23.000 Einwohnern in den elf Gemeinden Beaufort, Bech, Berdorf, Consdorf, Echternach, Fischbach, Heffingen, Larochette, Nommern, Rosport-Mompach und Waldbillig. Seinen Namen „Mëllerdall“ – Müllertal – erhielt der Natur- und Geopark aufgrund der zahlreichen Mühlen entlang von Sauer und Schwarzer Ernz sowie vieler weiterer Bäche.

Einblicke in die Erdgeschichte

Die erdgeschichtliche Entwicklung ist durch eine wechselnde Verteilung von Land und Meer gekennzeichnet. Die Gesteinsschichten aus Sandstein und Dolomit, aus denen die bizarr anmutenden Felsenlandschaften entstanden, waren vor 250 bis 200 Millionen Jahren, während der Zeit der Trias und des Jura, einmal der Grund eines Meeres. Auch das Mergelgestein, das in den flacheren Gebieten der Region zu finden ist, war einmal Teil des Meeresbodens.

Flüsse, die in das Meer mündeten, schwemmten verschieden große Körner ins Meer. Diese Körner, aber auch andere gelöste Stoffe wie Kalk oder andere Salze, lagerten sich auf dem Meeresboden ab und wurden zu Stein verfestigt. In der Region des Natur- und Geoparks Mëllerdall sind dies vor allem Sandstein, Mergel, Kalkstein und Dolomit.

Nachdem das Meer im mittleren Jura verschwand, schnitten sich heutige Flüsse in das Gestein ein und es kam zur Bildung der derzeitigen Landschaften aus Plateaus und tiefen Tälern, die seit der Steinzeit vom Mensch besiedelt werden. Vor allem die Sauer als größter Fluss der Region schnitt sich tief in den Untergrund aus Dolomit, sodass das Gestein heute als Felswände zu beiden Seiten des Tals sichtbar wird. Aber auch die kleineren Flüsse und Bäche schufen steile Felswände. Diese stehen im Gegensatz zu den offenen Flächen der Keuperlandschaft, einer sanft gewellten Hügellandschaft auf den Plateaus.

Schmale Felsdurchlässe und Höhlen im Luxemburger Sandstein sind dadurch entstanden, dass sich einzelne Blöcke voneinander trennten und auf den unterhalb liegenden, wasserstauenden Mergelschichten verrutscht oder verkippt sind.

Überall sind außerdem Spuren der Verwitterung zu erkennen, denen das Gestein ausgesetzt ist. Besonders charakteristisch ist die Wabenverwitterung in kalkhaltigem Gestein, die an Bienenwaben erinnert.

Interessante und schützenswerte Punkte, die Einblicke in die Erdgeschichte geben, werden als Geotope bezeichnet. Sie vermitteln Wissen über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde und sind Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit. Im Natur- und Geopark Mëllerdall lassen sich zahlreiche Geotope finden. Auch das Wahrzeichen der Region, der Schéissendëmpel, ist ein solches Geotop, genau wie die imposanten Felsen der Wollefsschlucht oder die Kuelscheier, eine enge Felshöhle bei Consdorf.

Geologie erleben

Ein nachhaltiges Wegenetz aus dem 112 km langen, prämierten Mullerthal Trail und den zahlreichen lokalen Wanderwegen führt an den spektakulären Felsen vorbei und oftmals sogar auf sie hinauf oder durch Klüfte und Spalten durch sie hindurch. Durch gute ÖPNV-Angebote sind Ein- und Mehrtagestouren problemlos möglich. Auch mit dem Mountainbike können viele Geotope erkundet werden, an den Felswänden der Wanterbach bei Berdorf ist Klettersport möglich. Dafür ist es allerdings notwendig, Mitglied in einer Klettervereinigung zu sein, die wiederum Mitglied einer der beiden internationalen Kletterverbände UIAA oder IFSC sein muss. Dies wird regelmäßig vor Ort kontrolliert.

Durch Umweltbildungsprogramme und ein nachhaltiges Tourismusangebot fördert der Natur- und Geopark Mëllerdall die Regionalentwicklung und stärkt die regionale Identität. Erleben Sie Geologie hautnah – ob zu Fuß, auf dem Mountainbike, individuell oder mit einer geführten Tour – und erfahren Sie mehr über die spannende, viele Millionen Jahre alte Geschichte der Region.

www.geopark-mellerdall.lu
 

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