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Geologische Highlights

Natur- & Geopark Mëllerdall

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Einblicke in die Erdgeschichte

Die erdgeschichtliche Entwicklung ist durch eine wechselnde Verteilung von Land und Meer gekennzeichnet. Die Gesteinsschichten aus Sandstein und Dolomit, aus denen die bizarr anmutenden Felsenlandschaften entstanden, waren vor 250 bis 200 Millionen Jahren, während der Zeit der Trias und des Jura, einmal der Grund eines Meeres. Auch das Mergelgestein, das in den flacheren Gebieten der Region zu finden ist, war einmal Teil des Meeresbodens.

Flüsse, die in das Meer mündeten, schwemmten verschieden große Körner ins Meer. Diese Körner, aber auch andere gelöste Stoffe wie Kalk oder andere Salze, lagerten sich auf dem Meeresboden ab und wurden zu Stein verfestigt. In der Region des Natur- und Geoparks Mëllerdall sind dies vor allem Sandstein, Mergel, Kalkstein und Dolomit.

Nachdem das Meer im mittleren Jura verschwand, schnitten sich heutige Flüsse in das Gestein ein und es kam zur Bildung der derzeitigen Landschaften aus Plateaus und tiefen Tälern, die seit der Steinzeit vom Mensch besiedelt werden. Vor allem die Sauer als größter Fluss der Region schnitt sich tief in den Untergrund aus Dolomit, sodass das Gestein heute als Felswände zu beiden Seiten des Tals sichtbar wird. Aber auch die kleineren Flüsse und Bäche schufen steile Felswände. Diese stehen im Gegensatz zu den offenen Flächen der Keuperlandschaft, einer sanft gewellten Hügellandschaft auf den Plateaus.

Schmale Felsdurchlässe und Höhlen im Luxemburger Sandstein sind dadurch entstanden, dass sich einzelne Blöcke voneinander trennten und auf den unterhalb liegenden, wasserstauenden Mergelschichten verrutscht oder verkippt sind. Überall sind außerdem Spuren der Verwitterung zu erkennen, denen das Gestein ausgesetzt ist. Besonders charakteristisch ist die Wabenverwitterung in kalkhaltigem Gestein, die an Bienenwaben erinnert.

Interessante und schützenswerte Punkte, die Einblicke in die Erdgeschichte geben, werden als Geotope bezeichnet. Sie vermitteln Wissen über die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde und sind Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit. Im Natur- & Geopark Mëllerdall lassen sich zahlreiche Geotope finden. Auch das Wahrzeichen der Region, der Schéissendëmpel, ist ein solches Geotop, genau wie die imposanten Felsen der Wollefsschlucht oder die Kuelscheier, eine enge Felshöhle bei Consdorf.

Geologie erleben

Ein Wegenetz aus dem 112 km langen, prämierten Mullerthal Trail und den zahlreichen lokalen Wanderwegen führt an den spektakulären Felsen vorbei und oftmals sogar auf sie hinauf oder durch Klüfte und Spalten durch sie hindurch. Durch gute ÖPNV-Angebote sind Ein- und Mehrtagestouren problemlos möglich. Auch mit dem Mountainbike können viele Geotope erkundet werden, an den Felswänden der Wanterbach bei Berdorf ist Klettersport möglich.

Durch Umweltbildungsprogramme und ein nachhaltiges Tourismusangebot fördert der Natur- & Geopark Mëllerdall die Regionalentwicklung und stärkt die regionale Identität. Erleben Sie Geologie hautnah – ob zu Fuß, auf dem Mountainbike, individuell oder mit einer geführten Tour – und erfahren Sie mehr über die spannende, viele Millionen Jahre alte Geschichte der Region.

Der Natur- & Geopark Mëllerdall vermittelt den Wert dieses geologischen Erbes für den Menschen und wird sich 2020 für die Mitgliedschaft im Programm der UNESCO Global Geoparks bewerben. Bereits 2018 hat der Rat der UNESCO Global Geoparks der Region ein großes Potential für die Mitgliedschaft bescheinigt. Gleichzeitig wurden der Region verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung empfohlen, die zur Zeit umgesetzt werden.

www.naturpark-mellerdall.lu

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